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Holger Jung krönt seine starke Saison

Kanuslalom: 16-jähriger Höheischweilerer wird Deutscher Vizemeister im Einer-Kajak

 

„Ich habe ihn selten so konzentriert und fokussiert erlebt“, kommentierte Landes-Kader-Trainer Florian Schlegel Holger Jungs Finallauf, der ihm bei den Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften im Kanuslalom in seinem zweiten und somit letzten Jugend-Jahr die Silbermedaille einbrachte. Im sächsischen Markkleeberg, südlich von Leipzig fanden dieses Jahr die nationalen Meisterschaften auf allerhöchstem Niveau statt. Völlig souverän qualifizierte Jung sich am ersten Wettkampftag direkt im ersten Lauf als Siebter für das Halbfinale, indem er dann samstags nahezu fehlerfrei auf den sechsten Rang fuhr und schon andeutete, dass er das Podest für den Finallauf ins Visier genommen hat. In diesem Finale schaffte er es dann in einen Flow zu kommen, der ihn sicher zur Silbermedaille trug. Coach Schlegel: „Da hat einfach alles gepasst. Die Linie, die Toranfahrt, die Ausfahrt aus den Toren, jeder einzelne Paddelschlag. Es war nahezu perfekt und ohne die eine Zweisekunden-Strafe für eine Torstabberührung wäre Holger sogar Deutscher Meister geworden.“ Aber auch als Vizemeister fuhr der 16-Jährige Schüler des Immanuel-Kant Gymnasiums, der dankenswerterweise die gesamte Woche zuvor vom Unterricht befreit wurde, am späten Sonntagabend stolz und zufrieden nach Hause.

 

Seinem zwei Jahre älteren Bruder Ulf Jung ging es auf der Heimfahrt nicht ganz so gut, denn er kam in diesen Flow im Finallauf überhaupt nicht rein. Doch der Reihe nach: Ulf startete dieses Jahr zum letzten Mal bei den Junioren bevor er in der kommenden Saison in der Leistungsklasse an den Start gehen wird. Auch er schaffte es, sich freitags mit Rang acht gleich im ersten Qualilauf die Teilnahme am Halbfinale samstags zu sichern. Und ebenfalls gelang es ihm, wie seinem jüngeren Bruder auch, sich in diesem Halbfinale noch weiter nach vorne zu arbeiten und sich als Sechster die Finalteilnahme zu sichern. Schon im Vorfeld dieser Regatta setzte er sich hohe Ziele: „Nach der verpassten WM-/EM-Qualifikation im Frühjahr würde ich schon gerne auf das Treppchen bei den Deutschen fahren.“ Doch dann passierte im Finale, was alle Träume platzen ließ. Er fuhr auf der extrem schweren und anspruchsvollen Strecke die Linie nicht sauber genug, hatte bereits am fünften Tor eine Stabberührung, was ihn letztlich komplett aus dem Konzept brachte. „Er hat nach dieser Berührung überhaupt nicht mehr in eine runde und stimmige Fahrweise zurückgefunden, was am Ende sogar noch zu einem groben Fahrfehler mit einer 50-Sekunden-Zeitstrafe führte. Er hatte einfach nicht den gesamten Kopfumfang im Tor“, fasste Florian Schlegel direkt nach dem Rennen Ulfs Lauf zusammen. So wurde der 18-jährige letztlich letzter im Finale und somit Zehnter.

 

Ein kleines Trostpflaster für ihn war aber sicherlich die Bronzemedaille im Mannschaftslauf. Gemeinsam mit seinem Bruder Holger sowie dem Paddelkollegen Tom Pahl vom KSV Bad Kreuznach ging er als zweites Team Rheinland-Pfalz im Teamwettbewerb an den Start. Hier befahren immer gleichzeitig drei Slalomkanuten die Strecke, was eine höchst konzentrierte und auf einander abgestimmte Fahrweise voraussetzt. Hier gelang es den Dreien mit einem sehr sauberen und zudem noch äußerst schnellen Lauf auf den dritten Platz zu paddeln. Erwähnenswert ist hier noch die Tatsache, dass das erste Team Rheinland-Pfalz in der Besetzung Schmidt, Dilli, Dietz, alle aus Bad Kreuznach, dieses Rennen gewinnen konnte und somit sechs(!) rheinland-pfälzische Slalomkanuten auf dem Treppchen standen. „Hier zeigt sich welch eine exzellente Arbeit in diesem außergewöhnlichen Sport am Stützpunkt Bad Kreuznach geleistet wird“, resümierte Kader-Trainer Schlegel dieses Wochenende nicht ohne Stolz.