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Wintertraining zahlt sich aus

Waldkirch2

Die Slalomkanuten der Wassersportfreunde Zweibrücken reisten am Samstag in der früh voller Vorfreude in das baden-württembergische Waldkirch, wo traditionellerweise der Saisonauftakt für die Kanu-Slalom Athleten stattfindet. Bei einem für diese Jahreszeit eher ungewöhnlich hohem Wasserstand auf der Elz und strahlendem Sonnenschein bewiesen sich die WSF-Sportler als fit genug für die vor der Tür stehenden Saison.

 

Den Auftakt machte der jüngste Kanute der Wassersportfreunde Silas Didi. Eine Herkulesaufgabe wäre es für den 9-jährigen Zweibrücker die ganze Strecke zu meistern. Aus diesem Grund

werden für die jüngsten C-Schüler (6-10 Jahre) Streckenerleichterungen, durch die die komplizierteren Tore nicht befahren werden müssen, erlassen. Nach zwei anstrengenden Läufen konnte Silas mit einer herausragenden Leistung Rang vier von sechs erkämpfen. Anschließend äußerte er das Ziel: „das nächste Mal will ich aufs Treppchen“. „Gute Vorsätze für eine lange Saison“ , meinte Trainer Stefan Loch.

Dieser kam mit ganz besonderen Ambitionen nach Waldkirch, da er sich im Winter ein neues Boot zulegte und im Training fleißig mit den „Jungen“ mitgehalten hat. In seiner Altersklasse - der Senioren B - konnte der Trainer eine deutliche Steigerung zum vorherigen Jahr erzielen und fuhr mit zwei starken Läufen auf Rang drei.

Bei den Schülerinnen B (10-12 Jahre) ging die Höheischweilerin Britta Jung an den Start. Aufgrund einer bärenstarken Saison 2018 beschloss der Trainerstab um Britta, die junge Sportlerin eine Altersklasse höher an den Start gehen zu lassen. Folglich ging Britta mit geringen Erwartungen aber viel Leidenschaft ins Rennen. Ihr erster Lauf war durchwachsen, da ihr mehrere Fahrfehler unterliefen. Umso erstaunlicher war das Comeback im zweiten Lauf, bei dem sie sich um 12 Sekunden steigerte. Mit diesem bravourösen Lauf dominierte sie das Starterfeld und gewann überraschenderweise die Goldmedaille.

Ihr Bruder Holger Jung debütierte in der Altersklasse der Junioren (16-18 Jahre) und sah den Wettkampf als Vorbereitung für die kommenden nationalen Qualifikationswettkämpfe an. Im seinem ersten Lauf war Holger wohl noch zu sehr mit den Fahrfehlern seiner Schwester beschäftigt, da er genau wie seine Schwester den ersten Lauf in den Sand setzte. Mit seinem zweiten Lauf bewies Holger jedoch seine Klasse und erfüllte die persönlichen Ansprüche. Mit 3 Sekunden Vorsprung belegte er Rang zwei.

Gleich zwei Zweibrücker Sportler gingen bei den Schüler A (12-14 Jahren) an den Start; die zwei Freunde Julius Didi und Loris Elrich. Beide haben über den Winter ihr Trainingspensum enorm hochgeschraubt, was die beiden natürlich in ihren Läufen gerne zeigen wollten. Im meist besetzten Feld des Rennens zählte nicht nur körperliche Fitness, sondern auch eine gute Absprache mit den Trainern, um den schnellsten Weg auf der Elz zu finden. Loris Ellrich gelang es nach zwei zufriedenstellenden Läufen den 14. Rang zu belegen. Nach genauer Analyse mit Trainer Loch wurde ihm jedoch klar, dass er sein Potential nicht voll ausgeschöpft hat. Nichtsdestotrotz ist der junge Zweibrücker hochmotiviert, in den folgenden Wettkämpfen seine Leistungen zu optimieren. Zu Beginn schien es, dass sein Freund Julius Didi am Wettkampftag nicht in Topform war, denn während seines ersten Laufes vergaß er die Torkombinationen. Nach Anweisungen des Trainers schaffte es Julius dann doch sein Können unter Beweis zu stellen. Ein guter 9. Patz lässt den jungen Zweibrücker übers ganze Gesicht strahlen.

Waldkirch1

Cedric Halm setzte vor dem Wettkampf hohe Ziele für die Saison an, um im Geschehen der „Großen“ mithalten zu können. In die Jugend (14-16 Jahre) aufgestiegen, überzeugte der Zweibrücker am Wochenende mit technischem Geschick auf der Elz. Zwei konstant gute Läufe reichten am Ende für Rang fünf. Die Leistungen vom jungen Zweibrücker erlauben es mit großer Zuversicht auf die Qualifikation für die nationalen Wettkämpfe in der Saison zu blicken.

Am Ende eines Wettkampftages rafften sich auch die WSF-Sportler noch einmal auf, um bei den Mannschaftsläufen als Team anzutreten. Diese Disziplin ist mit viel Taktik verbunden, da es auf Fitness, Zusammenhalt und das richtige Timing ankommt. Die Mannschaft mit Britta Jung, Julius Didi und Loris Ellrich hatte nur einen Lauf, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Doch fehlte es dieses Mal an der richtigen Absprache um ganz vorne mitzufahren. Somit belegte die Mannschaft „nur“ Rang 7.

Erschöpft aber überglücklich traten die Wassersportfreunde am Ende des ersten Wettkampfs die Heimreise an. Mit einer Gold-, einer Silber- sowie einer Bronzemedaille können die WSF-Sportler sicher sein, dass sich das harte und oft auch langweilige Wintertraining ausgezahlt hat. Es bleibt abzuwarten, welche Erfolge die Sportler in den folgenden Wochen erzielen können.